Update I

Nach Netzwerkausfall durch Blitzschaden gibts hier jetzt das erste Update. Es hat sich einges getan!

Das Werkzeuglager ist aufgeräumt. Nicht vergessen immer ein Vorherfoto machen ;)

Beim Aufräumen habe ich die Reste von Halbreifen gefunden. Der Haufen im Bild ist das Resultat von 37 Halbreifen aus 13 Reihen von zwei 4,1m langen Wänden + eine Reihe als Gewächshausfundament. Eine ganz schöne Menge an Verschnitt und Material was jetzt unbrauchbar ist und weggeschmissene wird, was für mich ein weiteres Argument gegen die Verwendung von Reifen ist. Die Reste können zwar Recyclet werden, so wie Reifen generell und die Verwendung von Beton um die Zwischenräume zu füllen, ist noch deutlich schlechter bzgl. grauer Energie und CO2 Freisetzung, aber all diese Nachteile tretten bei der Verwendung von (Stampf)Lehm nicht auf.

Abgesehen davon das es technisch ohne weiteres möglich die vorhandene Reifen wieder zu verwerten und aus dem vorhandenen Material neue herzustellen, so man das denn wollen würde in einer entsprechend organisiertem Produktion.


Aus dem zukünfigen Innenraum wurde die verbleibende Erde ausgehoben und eine grade Fläche geschaffen, sowie gelagertes Material sortiert und teilweise in einen dafür gebauten Unterstand ausgelagert.
Damit wurde die Grundlage für weitere Tätigkeiten geschaffen.


Der Erdaushub wurde zu zwei Hügeln aufgeschüttet, damit die verfügbare Oberfläche erhöht und die genommene ausgeglichen. Oberfläche ist Leben, in einer Flachen Landschaft bieten Anhäufungen mehr Oberfläche auf den Leben gedeihen kann und einer Vielzahl an Organismen einen Rückzugsort, dadurch das auf kleinem Raum viele verschiedene Umgebungen vorhanden sind, mit ehr trockenden und feuchten Stellen, sonnenbeschienenen und mehr schattigen Plätzen.

Anschliessend wurden die Hügel mit dem gezupften Pflanzen bedeckt um Sie vor Errosion zu schützen.
An der Stelle der wo die Pflanzen standen wird eine Schirmdämmung mit Glasschaumschotter ausgeführt. Aus den Brenneseln wurde Brenneseljauche angesetzt, die Spitzen als Gemüse genutzt, Gesund!

Die Wiederstandsfähigkeit von Lehm erstaunt mich immer wieder. Lehm ist tatsächlich der Baustoff der uns mit auf diesen Planeten gegeben wurde.
Im letzten Jahr konnt die Fasade nur von einer provisorischen Wintersicherung mit Planen zur nächsten gebraucht werden. Diese besteht nur aus Lehmputz in 3 Schichten aufgetragen, ohne Oberflächenbehandlung.


Um die Fassarde in Bodennähe vor Nässe zu schützen wurden schräg stehende Dachziegeln benutzt um das Wasser abzuleiten und diese mit Lehm in die bestehende Lehmfassade intigriert. Das Ergebins nach einem Winter ins erwartungsgemäss verwittert und hat aussreichenden Schutz gewährt.
Selbst die am stärksten von Nässe und Feuchtigkeit betroffende Nordwand hat den Winter gut überstanden.
Dabei ist anzumerken das die Regenrinne verstopft und undicht war und über längere Zeiträume nach Regenfall das heruntertropfende Wasser an eine Stelle der Nordwand spritze. Diese anhaltende befeuchtung in Kombination mit fehlender Sonneneinstrahlung durchfeuchtete den Lehmputz sogar bis zu einem Grad das die Fassade an dieser Stelle Grün wurde. Nach bemerken wurde die Regenrinne repariert und der Nasse Lehm aus der Fassade durch frischen und weniger Nassen ersetzt sowie dessen Trocknung mit 12V PC-Lüftern und lenkung von Sonnenlicht mit Spiegeln beschleunigt.
Die Feuchtigkeit ist bis zum Stroh gekommen, im Stroh setzte sie sich nur ca. 2cm fort und war so geringfügig das ich entschied es nicht zu entfernen sonderen vom neu aufgetragenden Lehm trocknen zu lassen.
Auch an anderen Stellen der Fassade trat nach Tagelangen Regenfällen bei entsprechendem Wind Aufweichung der Oberfläche auf, 1-2cm unter der Oberfläche war der Lehm allerdings trocken und hart, so wie er sein soll.

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